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Besondere Beiträge (“must reads”)

  1. 21.01.2010 Felix Lehr
  2. 05.01.2010 Detlef Menzel
  3. 12.04.2006 Tim Krüger
  4. 26.02.2006 Michael Prall
  5. 07.06.2006 Reiner Dittmar
  6. 26.04.2006 Klaus Müller

27.03.2010

Lars Richter

Hallo Peter!
Da ich fast zeitgleich in Tautenhain in der 4. Startbatterie als Vermesser/Kraftfahrer (Rekog) gedient habe, kann ich fast alles, was im Buch geschrieben steht, genauso bestätigen. Aber man darf nicht vergessen: bei allem Elend was man da erlebt hat, gab es doch auch schöne Momente! Ich habe z.B. auch tolle Kameradschaft erfahren dürfen, wie man sie wohl heute vergeblich suchen wird! Not schweißt eben zusammen. Du hattest aber mit Verlaub gesagt auch den besch... Posten, den man abfassen konnte! Ich weiss das von unserem Spießfahrer, den man fast zum Wahnsinn getrieben hat! Wenn ich mich recht erinnere, hatte er dann auch noch Schwedt abgefasst, wegen Befehlsverweigerung und dergleichen!
Man kann es mit Worten nicht beschreiben, was es seelisch in vielen von uns kaputt gemacht hat.

 

 

12.03.2010

John Yossarian

Hallo,

vor kurzem habe ich dein Buch in einem Ritt durchgelesen. Ich finde, es gibt den Grundtenor der NVA korrekt wieder, selbst wenn es hier und da bei dem einen oder anderen nicht ganz so extrem gewesen sein sollte. Ich habe für die NVA, wenn es kurz sein soll, nur zwei Statements:

  1. Die meisten müssten für das, was sie in der NVA getan haben entweder ins Gefängnis oder in die Irrenanstalt.

  2. Schlimmer kann ich mir in der DDR nur noch Gefängnis vorstellen!

Ich habe in der NVA zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Standorten, mit verschiedenen Dienstgraden und in verschiedenen Dienststellungen gedient - was ich erlebt habe, entspricht grundsätzlich deinen Erfahrungen, auch wenn jeder seine eigene NVA und seine eigene DDR erlebt hat.

Ich habe keine Berufssoldatenspeiseräume mit Bedienung oder wesentlich besserem Essen erlebt - kenne diese Räumlichkeiten aber auch nur von Seelingstädt. Das Kasernenessen der Mannschaften hatte in all meiner Dienstzeit immer mindesten Schulessenqualität.

[Kommentar P.T.: John, Du warst wohl Uffz (“in verschiedenen Dienststellungen gedient”), kamst dann als Offizier (“Boiler”) auf Reserve nach Seelingstädt? Das war ein “Weiterbildungsort” für Studenten, und daher nicht mit einer gewöhnlichen NVA-Kaserne zu vergleichen. Wie am  Schluss von Sprutz beschrieben, war Seelingstädt, wo ich während meiner Studienzeit noch einen Monat Reservedienst ableisten musste, geradezu ein “Wellness-Tempel”, verglichen mit Tautenhain.]

Meine Vorgesetzten habe ich nie mit verbalen Entgleisungen erlebt. Aber ich habe auf Grund meiner Spezialisierung auch eher in Truppenteilen und Einheiten gedient, deren wesentlicher Anteil ein gewisses Intelligenzniveau benötigte, ein Teil der Unteroffiziere musste sogar einen Eignungstest bestehen. Trotzdem gab es diese gefährliche Hackordnung und EK-Bewegung - möglicherweise nicht ganz so extrem, wie du sie erlebt hast, aber ausreichend zum traumatisieren. Es ist verständlich, wenn sie von einigen gern kleingeredet oder verharmlost wird - denn wer von den Betroffenen erinnert sich gern an seine Erniedrigungen oder an sein menschenverachtendes Verhalten oder an seine versagte Hilfeleistung? Es war ungemein schwer, sich dieser EK-Bewegung zu entziehen - sowohl passiv als auch aktiv, denn mindestens vom Gefühl her ging es um das unbeschadete Überleben - und es ist sogar im physischen Sinne nicht jedem gelungen.

Da gibt es nichts schenkelklopfend oder mit Vergnügen zu schreiben oder zu lesen, auch wenn das geübte Gedächtnis dies zu gern vorgaukelt und die als befriedigend erlebten Momente isoliert und verpositiviert und die negativen Umstände ausblendet.

Nach Urlaub oder Ausgang nahm ich üblicherweise nie den Stadtbus zur Kaserne, sondern stieg zu Fuß die steile Anhöhe hinauf - denn es wäre mir grotesk vorgekommen, mich zu beeilen, in die Kaserne zu kommen, den trostlosesten Ort, den ich in meinem Leben kennengelernt habe - auch wenn ich im Laufe der Halbjahre Routine im Dienstbetrieb erlangte und dadurch eine gewisse stoische Gelassenheit in den Standard-NVA-Abläufen.

Ich durfte auch eine Reise nach Kasachstan machen - allerdings gaben zu meiner Zeit (1981) die Dienstvorschriften für so eine Fahrt die Unterbringung der Mannschaften in Liegewagen vor - wenn ich mich recht erinnere - jedenfalls fuhren wir in solchen.

Wer den realen Sozialismus in der NVA kennengelernt hat, der sollte etwas über das DDR-System gelernt haben und kann seine Schlüsse daraus ziehen.

Gruß an alle,
die der NVA nichts abgewinnen können.

P.S.: Ich träume heute noch von der Armee und ich bin froh, dass ich da niemals wieder hin muss.

 

 

07.02.2010

Volker Zottmann

Hallo, schön wäre, es brauchte diese Seiten nicht. Gut aber, dass es sie gibt.
So kann brutal erlebte Vergangenheit nie vergessen werden. Ich war Baupionier in Torgau/Neiden in den Jahren 1970/71, also im Zenit der DDR...
Wir bauten Kasernen und wurden dabei bitter behandelt. Wir waren die Arbeitssklaven der NVA. Und schufen letztendlich Ruinen...
Auch ich habe meine Erinnerungen niedergeschrieben, für meine Kinder und Enkelinnen. Diese Verbrechen, die Quälereien und Erniedrigungen, ja die Freiheitsberaubung junger Männer darf nicht vergessen werden. Ein Jeder kann meine erlebte NVA-Zeit unter
baupionier.zottmann.org nachlesen.

 

 

21.01.2010

Felix Lehr

Hallo Peter,
vielen Dank erst mal für diese Seite! Für mich verbindet die NVA-Zeit eineinhalb Jahre Horror, sicherlich gab es auch schöne Momente, das waren aber die, die man sich mit reichlich Alkohol erkauft hatte, der unter den Kraftfahrern etwas leichter zu bekommen war.

 Schikane und Strafen von EK´s und Offizieren habe ich nur all zu oft erlebt. Etliche Kameraden, die noch sensibler waren als ich, haben sich nur in dem einen Jahr meines 1. Dienshalbjahres aus Verzweiflung das Leben genommen. Das schlimmste Erlebnis in dieser Beziehung war, als sich ein Soldat bei der Wache an einem Tor erschossen hatte, und sie uns 3 Tage lang an seinen am Tor klebenden Gehirnsfetzen vorbeimarschieren ließen. Irgendwann hatten sie auch mich soweit, dass ich über den Zaun sprang und desertierte. Ich setzte mich in einem nahe gelegenen Waldstück auf einen Baumstumpf, heulte mich ordentlich aus und kam wieder zu klaren Gedanken. Aus Angst vor Schwedt kletterte ich dann wieder unbemerkt zurück und hielt noch knappe 4 Monate durch, um dann unehrenhaft aus der Armee entlassen zu werden. Für mich war zwischen dem normalen Knast und der NVA-Zeit kein Unterschied, außer, dass man bei der Armee ab und zu mal Ausgang bekam. Ich kann hier natürlich nicht alle meine Erlebnisse aufschreiben, aber ich halte es für wichtig, dass genauso wie die Stasi-Aufarbeitung auch die Zeiten der NVA aufgearbeitet werden.
Deswegen, Peter, vielen Dank noch mal für diese aufschlussreiche Seite!

 

 

21.01.2010

Kersten Zenner

Hallo, ich war EK89-1, auch in Tautenhain. Ich finde, das hast Du gut geschrieben. Nach meiner Entlassung 4/89 habe ich die DDR schnellstens verlassen.

Es war eine riesige Sauerei in Tautenhain.

 

 

05.01.2010

Detlef Menzel

Wie ein roter Faden ziehen sich die Geschehnisse mit ähnlichen Schicksalen über Jahrzehnte durch die Geschichte der NVA. Wenn man im Gästebuch liest, geht es unter Zustimmung zum Buch, häufig um EK-Bewegung. In dieser Beziehung sollte man ehrlich zu sich selbst sein, jeder wurde in den 18 Monaten EK. Das ist das Schlimme dabei, man war Gepeinigter und Peiniger. Ich will und kann das für meine Person nicht abstreiten, es ist der Selbstvorwurf den ich mir machen muß, egal ob ich die Repressalien genauso weitergegeben habe oder nicht. Das Ganze war Teil des Systems der NVA: Willen und Selbstbewußtsein brechen! Wie armselig waren wir doch, als wir versuchten, unser geschundenes EGO auf dem Rücken der "Spunde" wieder aufzubauen. Lange Zeit habe ich "meinen" EK verwünscht und gehaßt, heute hoffe ich, er hat sein friedliches Leben nach der Armee wiedergefunden. Dieser Mann war 3 Monate in Schwedt, ich sehe ihn vor mir, hellblond, mit "Geisha" weißer Haut, unberechenbar und psychisch ganz unten. Er versuchte, das Erlebte an uns "zu verarbeiten". Mehrfach haben wir seine körperliche Gewalt zu spüren bekommen, seine Psyche war schlimmer. Er brach regelrecht zusammen, fing an zu heulen..., wir mußten ihn mit Märchen, Geschichten, Liedern zu Bett bringen, ihn beruhigen. Beschreiben kann man das mit wenigen Worten nicht.

Ich war kurze Zeit später in der Situation, mich entscheiden zu müssen: Schwedt, oder eine Erpressung unterschreiben. Ich war 19 Jahre alt, 1,82 cm "lang", wog nach 3 Monaten noch 74 kg. Ich war zu zaghaft beim "Essenklau", somit mußte ich häufig meine eigene Ration bei den EK’s abliefern. Bei den Wachen holte ich mir dann aus den LKW’s die "Komplekte", alles was ich fand, meist Büchsenwurst. Wurde dann außerhalb des Wachbereich’s erwischt. Die gesamte Wache wurde abgelöst: stundenlang auf dem Flur stehen, Durchsuchung der gesamten Kompanie. Man fand in meiner Ausgehuniform 3 Kontrollleuchtenkappen.

Verhör, Leibesvisitation, Tritt in den nackten Hintern, Schwarzkombi (und nur die) anziehen, ab in den Bau. Ich saß dann in dieser Zelle auf einem Hocker, nicht lange, denn draußen waren -4 Grad und das Fenster hatte keine Verglasung, nur Gitterstäbe. Ich lief umher, ich fror, eine Schwarzkombi hält nicht warm. Irgendwann wollte ich auf die Toilette, ich klopfte, ich polterte. Ein Hund beschmutzt nicht sein Revier, eher sich selbst. Dann holte man mich raus, ließ mich "auf dem Ex-Platz trockenlaufen", wie der WVD (ein Feldwebel) so schön sagte. Nach ein paar  "Ehrenrunden" habe ich dann mit der einen Hand die angefrorenen Blätter vom Asphalt gekratzt, mit der anderen die schon gefrorene Hose warmgerieben. In der Nacht bin ich gewandert, so gut, wie das bei 2 x 3 Metern möglich ist. Am Folgetag wurde ich 6:30 Uhr an die Stabswache übergeben, durchgefroren und hungrig, hatte seit ca 30 Stunden außer etwas Tee nichts mehr zu mir genommen.

Die richtigen Verhöre begannen nach 8 Uhr. Auf einen Hocker setzen, nicht bewegen, die Hände auf die Knie, nicht gestikulieren, nur mit Ja oder Nein antworten. Es kamen verfängliche Fragen, immer wieder, ich gestikulierte, versuchte aufzustehen, hatte die Wachen hinter mir vergessen, lag im Würgegriff am Boden. In meiner "Vernehmungsschrift" stand später in Punkt 4: versuchter tätlicher Angriff auf vernehmenden Major... Insgesamt gab es 12 Anklagepunkte, in Kurzform : Wachvergehen, Diebstahl, Einbruch, Angriff auf Offizier, Spionageverdacht in Verbindung mit der Vorbereitung der illegalen Republikflucht. Ich war nach diesen Tagen so fertig, meinte, ein Vernehmungsprotokoll zu unterschreiben, ich unterschrieb mein Schuldeingeständnis.

Ich kann nicht sagen, wie lange diese Verhöre gedauert haben, Insgesamt saß ich 16 Tage, zu 10 Tagen wurde ich verurteilt. Die Strafandrohung sah ganz anders aus. Ich war sehr verwundert, "man" wußte so viel über mich, wann und wo ich meine Verwandtschaft gesehen habe, worüber ich mit "ausreisewilligen Individuen" gesprochen habe, sowie vom Munitionsfund, als ich 14 Jahre alt war. Persönliche und familiäre Sachen, Geschichten, die infolge mein Leben verändert haben. Strafandrohung: Mindestens 3 Monate Straflager, wahrscheinlich 1 Jahr mit Nachdienst-Zeit, danach Anklage und Neuverhandlung über die Staatsanwaltschaft, wegen Spionage und versuchter Republikflucht. "Ich mache Ihnen einen Vorschlag..., ich kann Sie da rausholen,... Sie müssen nur unterschreiben." ICH SOLLTE MEINE KAMERADEN AUSSPIONIEREN. Eingestehen, Diebstahl und Einbruch begangen zu haben, sollte bestätigen, Gegenstände im Wert von 483,- Mark gestohlen zu haben, diesen Gegenwert aus meinem Sold zurückzahlen!!!! Ich habe unterschrieben, ich habe bezahlt, meinen Kameraden habe ich gesagt: “Schnauze halten, Guck und Horch” [Stasi].

Vor Jahren hatte ich versucht aufzuschreiben: Nun sehe ich mich wieder in meinem Postenbereich sitzen, ich hör das Ratschen der Kalaschnikow, und ich selbst bin es, der durchgerissen hat, und ich halte sie mir unters Kinn, und ich lege den Finger auf den Abzug,  wozu, für wen, für was?

Und ich schwebe, schon so weit weg... Eine Drohung ist mir nie aus dem Kopf gegangen: "Unser Arm ist ein sehr langer, wir kriegen Sie!" Sie hatten mich gefangen, sie haben mich gebrochen, in Besitz nehmen konnten sie mich nie.
Mit vielen Grüßen,
D. Menzel 

 

 

04.12.2009

Philip.Sciandra@gmx.de

Lieber Peter Tannhoff !

Es ist spät und ich will nur kurz sagen daß ich

1. mich sehr bedanke für den Mut und die Offenheit die Sie zeigen beim Erzählen so vieler Erlebnisse.
2. Ihnen danke, daß Sie dies in einer Homepage veröffentlicht haben.
3. tief erschüttert bin - und ich habe auch einiges im Leben erlebt bzw. durchgemacht - wie viele andere Mitmenschen , ich werde bis übermorgen weiter lesen.
4. Ihnen alles erdenklich Gute wünsche für Ihr Leben, Freude, Gesundheit , Kraft , Entschlossenheit, der Ansporn des Lebens.
5. kurz über mich: ich bin Franzose , interessiere mich für die DDR seit meiner Jugendzeit , war in Fr. Mitglied des Vereins France-RDA Frankreich-DDR). Ich wohnte sogar ganz in der Nähe. Die Vereinigung FR-DDR hatte Ihren Sitz in Lyon neben einer Polizeidienststelle (Rue Tronchet) in einem sehr bürgerlichen Stadtteil.... Jetzt wohne ich bei Köln.
6. Ich freue mich, daß Ihre Heimat seit 20 Jahren die SED-Herrschaft abgeschüttelt hat und IHR VOLK KANN WIRKLICH STOLZ SEIN, friedlich u. ohne einen Schuss, ohne Blutvergiessen eine superbewaffnete DIKTATUR wie ein Kartenhaus hat zusammenbrechen lassen.
7. DIe FR. Revolution, worauf meine Landsleute so stolz sind hat mehr als 200.000 Opfer gefordert, neben den vielen Kirchenzerstörungen und und.

Bis bald,
MfG Philipp Sciandra

 

 

26.10.2009

Sebastian Roth

Sehr geehrter Herr Tannhoff,
ich habe mir heute Ihr Buch bestellt. Mir ist die Bezeichnung, welche Sie im Titel verwenden, noch sehr präsent. Wie traumatisierend so etwas doch sein kann. Ich habe dort (an einem anderen NVA-Standort) mit 18 Jahren tatsächlich Hass zu empfinden gelernt. Nicht, wie beabsichtigt, gegen den "Feind", sondern gegen Dienstältere, welche letzten Endes die Dinge ausagierten, welche systemimmanent waren und von Vorgesetzten proaktiv gefördert wurden und auf deren (Handlungs-)Basis diese ja auch befördert wurden. Auch re-stabilisierte sich das System durch diese recht basalen, aber wirksamen informellen und für die "Vererbung" vorgesehenen Machtstrukturen.
Seit 10 Jahren bin ich beruflich im Sozialdienst der Bundeswehr tätig. Der Weg dorthin war ggf. vom Wunsch nach eigener Konfliktklärung getragen. Aber zumindest hat die NVA trotz systematischer Erniedrigung und Dehumanisierung eines nicht erreicht: meinen Altruismus zu zerstören. Im Gegenteil, manchmal sehe ich mich selbst vor mir sitzen und bedauere, dass es damals keinen offiziellen Ansprechpartner gab, dem man wirklich vertrauen konnte und welcher der heute verankerten GESETZLICHEN Schweigepflicht nach § 203 StGB unterlag.
Glücklicherweise sind die Beratungsanlässe, mit denen ich heute als Bundeswehrsozialarbeiter zu tun habe, nicht jene, für die ich damals eine Beratung und Begleitung gebraucht hätte. Heute haben wir dafür den Begriff „systematisches Mobbing“, und dies wird laut Bundesarbeitsgericht (BAG) als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte mit dem Anspruch auf Schmerzensgeld definiert.

Unüberwunden ist die Zeit - Unüberwunden bleibt die Zeit.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. phil. Sebastian Roth, M.A.

 

 

30.09.2009

Andreas Müller

Ich bin ein EK 83/2 aus dem ZTS-Zug. KC war erst Hauptmann Irmisch, danach Hauptmann Hemp, sein "Hofhund" war OL Schmidt, der Name vom Spiess ist mir entfallen, er war also nicht so "bemerkenswert"! Als ich mir die einzelnen Kommentare durchgelesen habe, sind mir auch diverse andere "Lebenskünstler" wie ein Hauptmann Tröger, ein Major Puff und ein Brigadegeneral Oberst Po ins Gedächtnis zurück gerufen worden. Leider passen diese als Mensch verkleideten Unikate höchstens in die Rubrik: als Mensch unmöglich und als Schwein zu kleine Ohren, derlei "Menschen" kann man doch nicht allen Ernstes für voll nehmen, ansonsten kann ich die erwähnten Ausrisse auch nur bestätigen. Seiner Zeit war es für junge Leute wie uns sicherlich befremdend,  was dort so alles ablief, aber wir hatten auf der anderen Seite auch eine Menge Spass und haben versucht, aus der ganzen Situation das beste herauszuholen.
Unser Spruch lautete seiner Zeit immer: die NVA ist ein Irrenhaus und in Tautenhain war die Zentrale.

[Kommentar P.T. zu “Menge Spaß”: Sicher, wenn der Alkoholspiegel hoch genug blieb! Siehe Felix Lehr]

 

 

26.05.2009

Ulf Hoffmann

Sehr geehrter Herr Tannhof,
ich bin durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen, eigentlich angeschoben von dem vielen NVA Lobgesang im Netz, den ich auch nicht verstehe. Jetzt sehe ich, auch hier wird die Unrechtsstaatsdebatte geführt. Ich habe in der DDR 1987 einen mich anschreienden Gremium bei der Musterung gesagt, dass ich auf niemanden schieße. Ich wurde runtergemacht und durfte einige Seiten darüber schreiben, warum ich den Waffendienst ablehne. Ich wäre sicher als Bausoldat eingezogen worden, wenn ich durch die Wende nicht die nochmalige Möglichkeit der Verweigerung des Wehrdienstes im neuen System gehabt hätte. Letzte Woche hat unser aller Kanzlerin etwas bemerkenswertes zu diesem Thema gesagt. 1% in der DDR waren Stasi-Spitzel, 99% haben ein normales Leben geführt wie die andern Deutschen auch, oder haben dies im Rahmen der Möglichkeiten versucht. Es gab Anwälte und Richter, die Nachbarschaftsstreitigkeiten und Diebstahlsfälle nicht schlechter als im Westen verhandelt haben.
Die Unrechtsstaatsdebatte kann ganz schnell auf die Füße fallen und als Bummerrang das jetzige Deutschland treffen. Das sollte überlegt werden, ehe der Schlussstrich unter “Unrechtsstaat DDR” gemacht wird. Vorgestern, Gestern und Heute werden Soldaten vereidigt und haben auf Befehl zu töten. Dies nicht zu tun und dies durch Verweigerung dem jeweiligen System zu offenbaren ist schwerer, als den Weg des geringsten Widerstandes zu beschreiten. War so, ist so. Niemand musste, ich war nicht bei den Jungpionieren und entschied selbst, nicht in die FDJ zu gehen. Der leichtere Weg war der andere. Auch jetzt gibt es wieder Organisationen in die man gehen kann um einen leichteren Weg zu beschreiten, aber die Wahl hat jeder.
Ich finde eine Aufarbeitung aus Sicht eines NVA- Betroffenen wichtig. Meine Schwester, die ich nicht davon abhalten konnte, zur Bundeswehr zu gehen, wird ihren Afghanistaneinsatz auch aufarbeiten. Wenn ich höre, was da heute in der Bundeswehr alles geschieht, sträubt sich mir das Fell. Einen Teil Geschichte, meinen Übergang ins neue Deutschland, die Verweigerung des Waffendienstes in beiden Systemen und die Verwirklichung eines Lebenstraumes habe ich in Buchform gebracht. Unter www.kapitel14.de ist alles zu meinem Projekt zu erfahren. Gern sende ich Ihnen im Austausch ein Exemplar von “Kapitel 14“ zu.
Mit freundlichen Grüßen
Ulf Hoffmann

 

 

14.05.2009

Klaus Laschke

Ich habe ihre beiden Bücher gelesen. Sehr gut geschrieben. sehr spannend. Die DDR-Lebenssituation ganz toll beschrieben. Ein gutes Zeitdokument für die folgenden Generationen. Ihre persönlichen Gedanken sind beeindruckend. Vielen Dank.

 

 

07.05.2009

Jana Bartlick

Sehr geehrter Herr Tannhoff,
ich habe zwar keine Armeezeit erlebt, finde es aber traurig was mit vielen jungen Männern in der Zeit gemacht und was später aus ihnen geworden ist. Das manche aufgrund ihrer Erlebnisse nicht einmal in der Lage sind, eine ordentliche Beziehung zu führen oder gar zum Alkoholiker werden/geworden sind.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und viel Glück bei Ihrer Musik.

 

 

07.05.2009

Peter Zmyj

Lieber Herr Tannhoff,
heute bin ich durch Zufall auf Ihre Homepage gestoßen.
Die Auszüge aus Ihrem Buch "Sprutz" haben mich tief bewegt. Endlich jemand, der den Wahnsinn und das Unrecht beim Namen nennt! Mit Ihrem Buch leisten Sie einen wichtigen Beitrag. Denn leider gibt es heute viel zu viele Ewiggestrige, die die DDR sozialromantisch verklären und der Meinung sind, sie sei kein Unrechtsstaat gewesen.

Ich habe mich aus historischem Interesse in diversen NVA-Foren umgesehen, unter anderem beim Forum der NVA-Fallschirmjäger, und bin entsetzt, wie heute noch die DDR verherrlicht wird. Ich weiß nach der Lektüre Ihres Buchauszuges, wie glücklich ich sein kann, im Westen aufgewachsen zu sein.

Vor Leuten wie Ihnen empfinde ich tiefsten Respekt.
Mit freundlichen Grüßen,
Peter Zmyj

 

 

22.04.2009

Matthias Bethge

Hallo Peter !
Bin heute im Netz zufällig auf Deine Seite gestoßen und habe mir gleich Sprutz bestellt. Von 1988 bis 1990 war ich in Erfurt (Steigerwaldkaserne) bei den Raketentruppen (T-Zug). Ich kann den Berichten hier im Gästebuch nur zustimmen: diese Seite der NVA (= Realität) wurde und wird in der Öffentlichkeit kaum publiziert, stattdessen kann einem schlecht werden bei zahlreichen verherrlichenden, glorifizierenden Veröffentlichungen. Ich sehe meine Dienstzeit als verlorene Lebenszeit, wurde dadurch vielleicht härter, aber auch mancher Illusionen beraubt. Nach der Wende sind unsere Offiziere gleich in den Westen rübergefahren und haben versucht, sich bei der Bundeswehr anzudienen. Mancher hat da einen guten Job bekommen (auch im zivilen Bereich). Ich freue mich jedenfalls auf die Lektüre Deines Buches!
Es grüßt Matthias Bethge

 

 

20.04.2009

Roberto Roth

Hallo Peter, hab mit Entsetzen Deine Seite gelesen und kann mich noch gut an “Sibirischen Winter” und “Musikbox” erinnern, habe die NVA aber nie so erlebt, wie Du sie schilderst. Ich war zwar Uffz (4 Jahre Marine), aber so habe ich das nicht erlebt, und Du kannst glauben, auf unserm Dampfer, 120 Mann Besatzung, auf engstem Raum, war auch E-Bewegung, und als ich als junger Maat an Bord kam, hat mir der Dienstältere Obematrose die Befehle gegeben. Aber dass es Menschen gab, so wie Dich, die [derart Schlimmes erlebt haben], hat mich doch schon ein wenig erschrocken. Hab mit gut 20 Leuten von damals heute noch Kontakt, also will damit sagen, es gab schon Freundschaften, die über die Zeit hinaus gehalten haben. Mich hat die Armeezeit geprägt (positiv), und es ist ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben gewesen. Ich fühlte mich nie als Gefangener oder Rechteloser, sondern ich war Soldat bei der Armee. Übrigens habe ich viele Dinge, die mir als Sprutz oder Dachs wiederfahren sind, als E nicht praktiziert, und somit einen Beitrag zum Aufbrechen dieser Strukturen, die wahrlich nicht von viel Intelligenz zeugten, geleistet.
War von II/83 bis II/87 bei der Fahne.
Gruß, Roberto

 

 

17.04.2009

Hans-Peter Kaiser

Habe 1978-1980 auch in Tautenhain gelitten.
Ihr Buch wurde mir empfohlen (habe es mir heute bestellt).
Herzlichst
Peter Kaiser (www.elster-tourist.com)

 

 

02.04.2009

Fritz Schaarschmidt

Lieber Herr Tannhoff, ich freue mich, einen weiteren mutigen Mitstreiter gegen SED-und DDR-Unrecht gefunden zu haben. Gelesen in der Freiheitsglocke.

Freundliche Grüße, Ihr Fritz Schaarschmidt
www.DDR-Ausreise.de -zensiert-
www.DDR-Opfer.de   -zensiert-

 

 

22.03.2009

Uwe Rost

Hallo Jungs.
Habe von Mai 79 - Okt. 80 in Tautenhain meinen GW-Dienst abgebummelt. War nach der G.-Ausbildung beim ZTS/2.Abt.-Hptm. Hemp. Nach einer schweren Erkrankung mit mehreren Operationen in Armeelazaret in Leipzig wurde ich zum Brigadestab verstzt und durfte fortan das Lehrklassengebäude hüten. Habe jedoch bei meiner alten Truppe geschlafen und durfte keinerlei Dienste schieben, weil mich die Ärzte in Leipzig für den Rest meiner Dienstzeit aus dem Rennen genommen haben. Musste jede Woche dorthin zur Kontrolle und habe die Gelegenheit genuzt um nach Hause zu fahren. ich hatte die Aufsicht über verschiedene Materiallager sowie den Ausbildungsschiessplatz außerhalb der Kaserne. Mein damaliger Vorgestzter OSL. Grüner war sehr human und hat mich von der Leine gelassen. Mit Dienststellenausweis und Ausgangskarte immer am Mann konnte ich für meine kumpels von der Bude so manche Flasche ohne Kontrolle reinholen. Das war dann mein Beitrag zur ständigen Gefechtsbereitschaft. Diesen dummen Hauptmann Tröger von der ersten Abt. hatte ich auch manchmal am Hals. Er ist aber immer über meinen Vorgesetzten gestolpert. War einfach geil, diesen Deppen zum Arsch zu machen. Habe noch heute Verbindung mit einem Armeekumpel aus Mühlbeck-Bitterfeld. Wir treffen uns ein bis zweimal im Jahr mit den Familienangehörigen.

Alles was so beschrieben wurde von anderen "Tautenhainern" entspricht voll der Wahrheit. Alles in allem waren es verlorene 18 Monate, die mir allerdings das Leben gerettet haben, dank den Ärzten im A.-Lazarett in Leipzig.

Nachtrag vom 27.04.09

Hallo Peter,
Ich habe zu Ostern 2009 mit Frau und Kind Tautenhain nach 30 Jahren besucht. Nach kurzem Aufenthalt in der" Kanone" sind wir runter gelaufen bis vor das "KDL". Ich hatte wie damals ein Scheiss-Gefühl im Bauch, als ich Blöcke vor mir sah. Trotz meiner im Gästebuch schon beschriebenen Privilegien werde ich wohl dieses Tor nie wieder durchschreiten, auch wenn dort ein Freizeit-oder Erlebnispark entstehen sollte. Meinem heute 13.jährigen Sohn werde ich die Wehrdienstverweigerung ans Herz legen. Es hat keinen Wert sich für irgend ein System zu opfern.
MfG
Uwe Rost

 

 

18.03.2009

Peter Knechtel

Hallo! Genau, wie Peter Tannhoff, war ich Soldat in Tautenhain. Als ich per Zufall auf diese Seiten im Internet gestoßen war und die ersten Sätze gelesen hatte, bekam ich eine Gänshaut. Da gab es jemanden, der das gleiche über die Schleiferanstalt Tautenhain denkt, wie ich.  Ich wurde ebenfalls als Neunzehnjähriger nach Tautenhain gezogen. Ich war vom Herbst 1978 bis Frühjahr 1980 in Tautenhain. Wenn man bedenkt, dass ich sechs Jahre vor Peter Tannhoff dort eingesperrt war, könnte man denken, dass ich andere Erfahrungen gemacht hatte. Leider habe ich nur Ausschnitte aus Sprutz gelesen, ich kann aber versichern, dass meine Erfahrungen in Tautenhain ganz ähnlich waren; nicht ganz so brutal, aber in einigem sehr ähnlich. Die Startbatterie hatte unter allen Einheiten der Tautenhainer Kasserne den Ruf, besonders hart zu sein. Ich selber war in der TVK (´Transport-Versorgungs-Kompanie), die im Vergleich zu den Raketentruppen doch eher verträglich und ruhig war. Die EK-Bewegung, allerdings, war überall gleich. Einige der Vorgestzten versuchten sicherlich, die EKs im Zaume zu halten, jedoch liessen sich die Einheiten mit Hilfe der Es. besser regieren. Meine Zeit als "Sprutz" war ebenfalls ein sehr einschneidendes Erlebnis in meinem Leben. Noch Heute habe ich kaum gute Gedanken an die damalige Zeit. Ich kann  andere ehemahlige NVA- Soldaten nicht verstehen, die voller Freude von dieser Zeit erzählen. Mir persöhnlich hat sehr geholfen, dass ich immer offen über die damalige Zeit sprechen konnte. Noch heute habe ich das Gefühl, eingesperrt zu sein, wenn ich an Tautenhain  denke. Ich werde Sprutz ganz sicher lesen! Mal sehen was mir dabei noch alles wieder einfällt...
PS. Einen OvD gab es zu unserer Zeit nicht, der hieß GopD1 (Gehilfe operativer Dienst)

 

 

17.03.2009

Thomas Wöllner

Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Ich habe das Buch "Sprutz " noch nicht gelesen,werde dies aber schnellstens nachholen. Ich war EK 82/2 beim FBI (Führungsbatterie) in Tautenhain und als "BUFU" (Bunkerfunker) eingesetzt. Über die Zustände im Objekt ist ja schon genug geschrieben worden, nur soviel noch: "ES WAR DIE BESCHISSENTSTE ZEIT MEINES LEBENS!” Das einzig Gute war die Kameradschaft unter uns Soldaten. Leider gibt es keine Verbindung mehr mit ehemaligen Mitstreitern.Vielleicht meldet sich der eine oder andere vom "FBI"-Jahrgang 1981-1982 mal.

 

 

16.03.2009

Timo Kempe

Hallo, ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen, weil ich vor 20 Jahren ebenfalls in der NVA in Tautenhain war (Grundwehrdienst). In den Auszügen aus dem Buch Sprutz habe ich sofort einige Begriffe "wiedererkannt". Ich kann jedoch nicht bestätigen, dass der Alltag dort generell so trist war. Es kam immer auch sehr auf die Menschen an, mit denen man zu tun hatte. Waren es weniger intelligente Leute, egal ob Vorgesetzter oder Soldat, so mußte mit Demütigungen gerechnet werden, ganz klar. Ich möchte aber auch anmerken, daß es in der NVA durchaus auch intelligente Leute gab, mit denen man ganz normal wie im Alltag draußen umgehen konnte! Und das betrifft Soldaten wie Offiziere. Vergessen wir nicht, dass ein Hochulstudium in der DDR eben mit einer 3-jährigen Dienstzeit bei der NVA leichter möglich war! Ich hatte dort einige richtig gute Gespräche und Freundschaften geschlossen, die bis heute anhalten. Meine Devise war eben die, den weniger Intelligenten so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Und das hat auch ganz gut geklappt.
Das einzige ungute Gefühl von damals war für mich die Befürchtung, in die Fänge der Stasi zu kommen, weil ich im sogenannten "Bunker" als Funker Dienst hatte und es war ein offenes Geheimnis, daß in der Telefonzentrale dort unten sämtliche Telefonleitungen vom Raum Gera abgehört werden konnten. Gleich daneben hatte ich Dienst als Funker. Ich kann mich noch gut an den abgeschirmten Bereich erinnern, wir hatten da keinen Zutritt.
Gott sei Dank existiert keine Akte von mir, ich muß wohl zu Uninteressant für die gewesen sein. Ich werde das Buch bestellen und beim nächsen Resitreffen mal mitnehmen. Ich bin auf die Reaktionen sehr gespannt.
Herzliche Grüße.

 

 

23.02.2009

Dr. Andreas Harms

Sehr geehrter Herr Tannhoff,
mit großem Interesse habe ich einige Textpassagen Ihres Buches hier auf der HP gelesen. Ich kann Ihnen inhaltlich wirklich nur zustimmen, selbst dann, wenn eigenes Erleben zum Teil schon noch Nuancen eines menschenwürdigeren Daseins bei der NVA mit sich gebracht haben. Ein wichtiges Werk, so finde ich! Ich werde es mir kaufen und vollständig lesen.
Mit besten Grüßen
Dr. Andreas Harms
(ehem. FB CRA 8, Schwerin, Stern-Buchholz)

 

 

17.02.2009
(Nachtrag vom 17.04.2008)

Andreas Göring

Das Buch Sprutz ist einfach geil geschrieben. Habe viel geschmunzelt beim Lesen. Da kamen alle Erinnerungen wieder hoch. Ich selber war in Höhenmölsen EK86/2 beim FRR 3 Kurt Kresse. War gestern in Totenhain wegen Kaserne. Dort sollte man ja mal lt. Herrn Schlegel sich einmieten können. War aber leider alles zu. Wir wollten dort unser Resi-Treffen machen. Weißt Du, wo man das in so einer oder ähnlicher Kulisse noch machen kann?

 

 

10.02.2009

Phillip Frederick Vietri

Hallo Peter!
Ich habe gestern Sprutz fertig gelesen. Ich war von 1973 bis 1975 24 Monate im Wehrdienst bei der Südafrikanischen Wehrmacht [SAW]. Ihr Buch hat mich tief bewegt. Sie haben mir geholfen, diese schweren Jahre wiederzuerleben. Ich hing zu lange an einer falschen Nostalgie über diese Zeit. Jetzt nicht mehr! Sprutz führte mir das ganze Bild wieder vor Augen. Wer kann sich vorstellen, dass ein NVA-Gefreiter von solcher Hilfe für einen SAW-Dienstleistenden sein könnte? Unsere Regierungen waren tief verfeindet. Aber wir waren Eingezogene von autoritären Regimes, und trotz des Angriffs ihrer Ideologien blieben wir doch stets einfach Menschen. Vielen Dank für alles! Entschuldigung, dass mein Deutsch so voll Fehler ist – mein Sprache ist Afrikaans! [P.T.: kein Problem, wurden korrigiert! ;-) Danke für Ihre
Bildpräsentation “The Berlin Wall”!]

 

 

09.02.2009

Mathias Schwarz

Hallo Peter, ich habe von 1981-1983 in Tautenhain gedient bei der TVK 1/83EK. Muss sagen, es war bei uns nicht anders als bei Euch, habe es genauso erlebt wie Du. Es waren halt verlorene 18 Monate unserer kostbaren Zeit, aber was wollte man machen - war halt so.
Es war wirklich sehr erniedrigend, wenn ich nur an den ersten Tag denke, wo man stundenlang Treppe für Treppe hoch gehen musste, und, als man endlich angekommen war, dieser ungebildete, dumme Hauptman Tröger (Grundausbildung) unser gut gepackten Taschen einfach auskippte. Nach der Grundausbildung ging dann die EK-Bewegung richtig loss, so, wie Du es geschrieben hast. Die absolute Wahrheit, und nur einer, der dort war, kann bezeugen, dass es so war. Dein Beitrag zur NVA Tautenhain ist einfach die reine Wahrheit. Würde mich über Kontakt freuen!

 

 

20.01.2009

Matthias Reichardt

Hi Peter! War 75/10 einer der ersten in Tautenhain. War damals ZRTS (später ZTS) 2. Abt, bei Merkurd 1976 dabei. Beim Lesen Deines Buches sehe ich mich mitten drin im militärischen Alltag dieser Zeit. Ende der 90er war ich in Tautenhain, um zu sehen, was nach der Wende aus dem Objekt geworden ist. Ich durfte mit Auto (Westauto!!!) einfahren. Als ich den spez. Park und später die Ringstraße 2. Abt /1.Abt /Brgd. Stab befuhr, ging mir ein eisiger Schauer durch den Körper. Ich fühlte mich in meine Dienstzeit zurück versetzt, wo Drill Gang und Gäbe waren.
Viele Grüße, M.

 

 

15.01.2009

Dr. Michael Rohrbach

Ich war EK 84/I. So, wie es beschrieben ist, war es! Es kommt letztendlich nicht darauf an, dass man alles, genauso wie beschrieben, auch selbst erlebt hat. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Deutlich wird jedoch die Menschenverachtung des "NVA-Systems" gemacht. Das war sein Wesen; die Erscheinungen unterschiedlich. In Klietz hiessen die Sprutze "Glatte" und die Boiler "Popen". Es gab Gegenden in der DDR, wo man mit 18 Monaten NVA studieren konnte. An meiner Penne waren 3 Jahre NVA die absolute Ausnahme.
Das Buch hat mir meine Alpträume zurückgebracht. Solche Bücher beschreiben die Wirklichkeit. Leider sind diese Stimmen kaum wahrnehmbar neben dem ganzen NVA-Getöse und der Verherrlichung im Internet. Gleichwohl habe auch ich menschlich gute Vorgesetzte aller Dienstgrade kennengelernt; nur machten diese nicht das Wesen dieser Armee aus.

 

 

01.01.2009

Hans Brenner

Liebe Besucher dieser Site,
mit Interesse und Vergnügen habe ich Herrn Tannhoffs Buch gelesen - und wahrhaftig, es sind so einige Erinnerungen an die damaligen Zeiten hochgekommen. Wenngleich, ich hatte seinerzeit Glück, da ich meine 3 Jahre (77 - 80) in einer Einheit der LSK-FuTT dienen konnte, wo man auch als Soldat oder UaZ noch als Mensch behandelt wurde. Gut, das war aber wohl eine recht seltene Ausnahme.

Wenn es Sie interessiert: nicht zuletzt durch Herrn Tannhoffs Buch inspiriert, habe ich unter meinem Pseudonym im vergangenen Jahr eine romanhafte Autobiographie veröffentlicht, in dem u.a. auch meine Zeit in der NVA humoristisch beschrieben wird. Ist im einschlägigen Buchhandel und natürlich auch im Internet-Buchhandel (Amazon,...) erhältlich. Einfach mal unter "Lotterbett und Blauer Würger" nachschauen. Nomen est omen: so ging es auch im Vaterland der deutschen Werktätigen zu, auch wenn das so manche Ewig-Gestrige nicht wahrhaben und am liebsten die Mauer zurückhaben wollen. Mit vollen Geschäften, dicker Brieftasche und unbeschränkter Reisefreiheit, natürlich! Beste Grüße aus Thüringen
Ihr Hans der Brenner

 

 

07.12.2008

Peter Krost

Suche ehemalige Soldaten NVA Alteno, Luckau 1966-67

 

 

27.11.2008

Volker Künzel

Werter Peter Tannhoff!
Ich bin gestern durch Zufall auf Deine Seite geraten und habe die Auszüge aus Deinem Buch gelesen und kann nur sagen: Genauso war es! Ich durfte 1980 nach Kasachstan fahren und habe es ähnlich erlebt. Stationiert war ich für die 18 Monate in Eggesin-Karpin. Ich glaube, ich brauche dazu nichts weiter ausführen. Damals dachte ich, wenn ich über das Erlebte ein Buch schreiben würde, es würde niemand glauben. Wenn ich meinen West-Kollegen ab und zu mal eine Anekdote aus dieser Zeit erzähle, ernte ich meistens ungläubiges Gelächter. Jedenfalls freue ich mich auf das Buch. Es wird mir sicher helfen, vieles aus dieser Zeit zu verarbeiten.  
Gruß Volker

 

 

19.11.2008

Hans Baumbach

War alles genau so wie beschrieben - teilweise noch schlimmer ! Ich selber habe alles Negative in dieser Scheiß-DDR mitmachen müssen, von der sogenannten Volksarmee bis hin zum Knast nach mißlungenem Fluchtversuch. Bin heute heilfroh, daß ich auf dieser Erde noch ein bißchen rumkriechen darf ! Viele Peiniger von damals durften nach der Wende weiterhin ihren Dienst in Polizei, Bundeswehr und Justiz  verrichten !!!! Eine Schande ist das.....und die Bundeskanzlerin hält ihre FDJ-Bluse in Ehren

 

 

29.08.2008

K. S. - kszb5@web.de

Hallo, ich kann leider nur bestätigen, was im Buch beschrieben worden ist.

Am Tag eins wurden wir im Mai 1984 erstmal in einer Großraumdusche zum Duschen befohlen, natürlich gab es nur kaltes Wasser. Angeblich ein technischer Defekt.
Nach der Grundausbildung kam ich zunächst für einige Wochen in die Abteilung 2. Hier wollte ein „E“ immer Freitags frisches Bäckerbrot von draußen. EK-Bewegung pur habe ich erlebt – wie beschrieben.
Eine Möglichkeit nach draußen zu kommen, war der Besuch des Optikers in Eisenberg.
Später kam ich in die TVK (Transport- und Versorgungskompanie). Ich hatte die Aufgabe den Stabsbus mit beleuchtetem Kartentisch zu fahren, das war ein LO 1801 (DDR-Robur Baujahr 1968). Dieser hatte die Fähigkeit, durch ausklappen der Ladefläche sich zu verdreifachen (Schmetterling).
Da ich gelernter Kellner bin,  konnte ich als einzige Ordonanz in der Küche „dienen“. Das war mein Glück, ich konnte schon vor dem Frühsport um ca. 5.45 Uhr in die Küche und erst sehr spät gegen ca. 21 Uhr wieder auf die Stube kommen. Ich konnte Alkohol in der MHO frei kaufen. Ausgang oder Urlaub waren jedoch auch beim mir so knapp wie im Buch beschrieben, da Stand der Spieß davor!
Es waren jeden Mittag ca. 12 Offiziere der Führung, welche an Tischen mit weißen Decken und weißen Stoffservietten Platz nehmen durften. Sie bekamen das gleiche Essen, wie die anderen Offiziere im Offiziersspeisesaal. Die Soldaten bekamen das Essen durch eine Luke gereicht, oft per „Luftpost“. Das heißt der Soldat musste mit seinem Teller die Scheiben Wurst, Käse und Brot fangen.... Verschimmelte Wurst habe ich nie gesehen, von allen ausgegebenen Speisen wurden die vorgeschriebenen Rückstellproben gemacht. Die im Buch beschriebenen Kakerlaken habe ich hingegen allgegenwärtig gesehen. Wenn ich morgens als erster die Küche betrat, war diese komplett schwarz vor Kakerlaken.

Was sehr nervig war – das im Buch beschriebene Marschieren zum Essen – das Singen und die endlosen Runden bis zum erreichen des Speisesaals. Da hatten einige Offiziere Spaß!

Im Fuhrpark haben wir immer mit dem LO Baujahr 1968 „gespielt“, das war die Lehrgefechtstechnik. Alle Fahrzeuge hatten ein Symbol und eine Nummer als Markierung.
Meinen LO „Schmetterling“ gab es in gleicher Ausführung mit gleicher Nummer und Markierung ein zweites mal, als Gefechtstechnik. Dieses Fahrzeug habe ich auch einmal gesehen, in einer anderen Halle, das Baujahr war frischer und der Zustand gut.

Die „Steppe“ (Jupiter 84) sollte stattfinden. Wir wussten nicht genau, wann es los geht (streng geheim), sicher im August? Mein kleines Miniradio hatte Bayern 3 und die haben durchgesagt: „Wir wünschen den Teilnehmern der Übung Jupiter 84 am 11. August viel Erfolg“ - der Westen wusste es – ich nun auch!

In der Steppe gab es für Soldaten „Spiritusbrot“. Dieses war in Folie eingeschweißt und mit Spiritus konserviert. Wenn man es 24 Stunden vor dem Verzehr vom Spiritus befreite, war der Geschmack allgegenwärtig noch da. Für Offiziere gab es natürlich richtiges Brot, im beschriebenen Schlafwagen. Dort durfte auch ich schlafen. Wir hatten zwei russische Generäle als „Aufpasser“ dabei. Diese haben mit unserer Führung bis in den frühen Morgen Wodka getrunken und reichlich Speck dazu gegessen. Immer wenn  Oberst W. die Hand aus dem Abteil hielt, durfte ich nachgießen! Um 6 Uhr sollte es natürlich Kaffee geben, die Herren waren gut im Training. Jeder Offizier durfte gegen Unterschrift pro Tag eine Flasche Schnaps bei mir empfangen. Die Soldaten bekamen in Kasachstan pro Tag zwei Flaschen Bier. Das sonst strikte Alkoholverbot war gelockert.
Da ich nie wieder als Soldat eine Kaserne betreten wollte, habe ich mich als ROA gemeldet, und wurde als Unteroffizier nach 18 Monaten GWD entlassen.
ROA (Reserve-Offiziersanwärter) hat nie stattgefunden - der „kalte Krieg“ war nach meinem Fernstudium vorbei. Zum Glück!

 

 

20.06.2008

Olav Blender

Hallo,
ich war gestern das erste Mal seit 25 Jahren wieder dort - Tautenhain. Ich wollte mit meiner Kamera ein paar Bilder schießen, aber leider hatte mir eine ältere, vor mir stehende Person in uniformähnlicher Kluft verboten, auch nur an den Auslöser zu denken. Ich habe von 1983 bis 1986 dort gedient. Die geschilderten EK-Bewegungen, die wissentlich von einigen Offizieren und Unteroffizieren geduldet wurden, kann ich allesamt bestätigen. Die Erniedrigungen waren beispielhaft und auch ich musste mich vor meinem Spieß L hinknien, damit er seine Schuhe zubinden konnte. Dann erst habe ich meinen heiß ersehnten Urlaubsschein erhalten. Meine Heimreise dauerte 8 Stunden, also musste ich die Pein über mich ergehen lassen, weil ich bei verspätetem Erhalt des Scheines gar nicht mehr nach Hause gekommen wäre.
Ich hatte damals ein Versetzungsgesuch geschrieben, weil ich näher an meinen Heimatort wollte, was leider abgelehnt wurde. Wahrscheinlich sollte ich noch mehr erleben und sehen dürfen von Tautenhain, bzw. mehr von der Sorte eines Major T, der sagte: „Wie viel Stück Unteroffiziere sitzen hier“. Oder: „Es geziemt sich nicht als deutscher Offizier neben einer schwangeren Frau zu laufen“.
Für mich als Unteroffizier war jedoch die Kameradschaft sehr wichtig, auch wenn dies nur für sehr wenige Menschen in meinem Umfeld zutraf.
Ich habe meine Menschlichkeit und die Hoffnung an die Menschen, die sozial kompetent sind, nicht verloren. Die Kaserne ruht nun, ähnlich einem "Dornröschenschlaf". Mit Genugtuung und innerer Größe konnte ich den Anblick aber ertragen.
Es ist leider auch wahr, dass Offiziere und langdienende Unteroffiziere nach der Wende gut untergekommen sind. Ein ehemaliger Stabsoffizier wurde Oberamtsrat. Als ich ihn sah bzw. als man mir ihn vorstellte, erschrak ich und hatte wieder einmal eine Glaubenskrise.

Es grüßt Olav Blender

 

 

20.06.2008

Karsten Enge - k.enge@gmx.de

Hallo Herr Tannhoff!
Habe das Buch gestern erhalten und schon mehr als die Hälfte gelesen! Eine exzellente Darstellung der damaligen Wirklichkeit - habe einige Ihrer Episoden schon vergessen gehabt, obwohl ich sie selbst erlebt hatte! Gut, diese Zeit jetzt mit entsprechendem Abstand (ich war "EK II/83") aufarbeiten zu können.

Viele Grüsse und alles Gute!
Karsten Enge

 

 

06.05.2008

Uwe Strutzberg - wildehilde59@freenet.de

...selber war ich von Mai 78 bis Oktober 79 in Tautenhain stationiert! Aufgrund meines erlernten Berufes hatte ich das endlose Glück, im Med-Punkt 'dienen' zu 'dürfen'! EK-Bewegung gab es hier bei gerade acht Soldaten (nur gut) sehr wenig und die 'Bunker' unter Führung Hauptmann Notr...(!) und Oberst Blü...(!) waren verträglich. Der damalige Spieß(?) war eigentlich nicht für voll zu nehmen, das heißt, ich hatte den Armeehimmel auf Erden. Wenn da nur das Elend der anderen Grundwehrdienstler nicht gewesen wäre!!! Täglich kamen sie, in den Block zwischen Küche_Speisesaal und Militärgaststätte. In der Hoffnung, für ein paar Tage stationär aufgenommen zu werden, nur um mal Ruhe zu haben. Es waren unbeschreibliche Schicksale... gestohlene Lebensjahre.
Zwei mal habe ich (2003 und 2007) wieder vor dem großen Tor (KDE) gestanden, bin sogar, soweit es ging, um die verlassene Kaserne gelaufen und jedesmal hatte ich ein Scheißgefühl! Warum ich das gemacht habe? Keine Ahnung! Es war eben ein Besuch, nach einem Mühltal-Spaziergang. Eine Security Firma 'bewacht' z.Zt. das Objekt, ein solider Bundeswehrzaun umzäunt die damalige Kaserne... Besichtigung also nicht möglich. Was wohl aus den damaligen 'Bunkern' geworden ist? Auf das Buch ,Sprutz' bin ich vieleicht gespannt, habe es gerade gekauft!!!

 

 

26.03.2008

Bodo Saalfeld - bodos@lycos.de

Hallo Peter,
habe mit großen Interesse Deine Seite hier entdeckt und habe auch sofort das Buch bestellt und gelesen. Viele Erinnerungen wurden wieder wach in mir, genau so wie du es beschrieben hast. Ich bin genau nach Deiner Entlassung in diesen Knast eingerückt. EK 88/2 habe auch noch die Steppe 88 mitgemacht - Ich habe grad geschaut und auch noch einige private Bilder aus der Zeit gefunden, vom Apellplatz in Tautenhain usw. Z.B. war ich in der 2. Abteilung als Vermesser in der 6. Startbatterie, unser BC war Hauptmann Eckstein und Zugführer war Oberleutnant Störkel.

Die gehörten zum Glück noch zur humaneren Sorte, soweit ich mich erinnere, aber es gab auch genug von der schlimmsten Sorte, wie du ja treffend beschrieben hast. Einer davon ist mir bis heute in schlechtester Erinnerung: Major Tröger!

Würde mich sehr über eine Antwort freuen, viele Grüße von einem damaligen Leidensgenossen!

Bodo

 

 

26.03.2008

Ralf Westhaus - RalfWesthaus@web.de

Ich selber habe von Mai 85 bis Okt. 86 für 18 Monate als Koch in Tautenhain gedient. Die Ironie des Schicksales will es, dass ich seit 01.11.2007 im Außendienst einer Jenaer Behörde, für Tautenhain und Umgebung zuständig bin. So komme ich 1 bis 2 mal im Monat direkt an der Kaserne vorbei.
Es sieht alles noch so aus wie immer, es hat sich nichts verändert. (Außer der Feuerturm und das Heizhaus sind nicht mehr zu sehen)
Von dem geplanten Erlebnispark ist momentan nichts zu merken.
Es gibt 3 bis 4 Firmen die sich angesiedelt haben, sonst nichts.

Alles ist so grau und unfreundlich wie damals. Durch diesen Anblick ist sofort eine scheiß Stimmung wie 1986 vorhanden.
Sollte ich dienstlich es mit einem Boiler von damals oder einer unserer dummen zivilen Herdhilfen aus der Küche zu tun bekommen, werde ich das sofort als befangen ablehnen, weil da könnte ich bestimmt nicht normal arbeiten.

Grüße Ralf

 

 

22.02.2008

Oliver Zergiebel - oleg.z@blue-cable.de

Herzliche Grüße aus Zwickau!
Ich habe ebenfalls von Mai '88 bis Oktober '89 in Tautenhain gedient. Wir waren die letzten mit 18 Monaten Dienstzeit, ganz kurz vor der Wende. Ich kann es den ehemaligen Mitstreitern nicht verübeln, wenn sie unter das Thema NVA einen Schlußstrich ziehen. Bei ständiger Verdrängung und Ablehnung kommt aber irgendwann der Punkt, an dem alles raus will. Ging mir jedenfalls so. Als ich dann über Deine Homepage viele Gleichgesinnte fand, war die  Erleichterung riesig! Ich war in der I-Kompanie im ZSA-Zug. Wir warteten und reparierten defekte Raketen und Antriebe. Da war ja ständig etwas kaputt! Unser KC war Major Menge, der Hauptfeld ein gewisser Oberfeldwebel Ostwald. Es ist schön, das auch andere unangenehme Erinnerungen mit Tautenhain verbinden. Gerade die jetzt wieder aufkeimende "Ostalgie-Welle" verschleiert vielen den Rückblick. Wer gedient hat versteht das. Gerade in den Wendefolgejahren versuchten einige ungediente Zeitgenossen die DDR zu glorifizieren. Ich habe den "Sprutz" zwar schon gelesen (von einem Freund  ausgeliehen); werde das Buch aber gerade wegen der wahren Aussage noch kaufen. In diesem Sinne...
Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen.
Laß Dich nicht verbiegen, Du hast die reine Wahrheit geschrieben.
Tschüß, Oliver

 

 

 

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